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Annette Schlünz
Annette Schlünz
wurde am 23. September 1964 in Dessau geboren. Musik bestimmte seit frühester Kindheit ihren Lebensweg, schon als 12jährige war sie Mitglied einer KinderKomponistenKlasse in Halle (Leitung Hans J. Wenzel). 1983 ging sie nach Dresden, wo sie während des Kompositions-, Klavier- und Dirigierstudiums an der Musikhochschule (Komposition: Udo Zimmermann, Dirigieren: Rudolf Neuhaus) auch im elektronischen Studio arbeitete.
In der gleichen Stadt lehrte sie bis 1992 an der Musikhochschule und arbeitete im Dresdner Zentrum für zeitgenössische Musik, wo sie bis heute spezielle länderübergreifende Projekte realisiert. 3 Jahre Meisterschülerzeit Ende der achtziger Jahre an der Akademie der Künste Berlin bei Paul-Heinz Dittrich intensivierte die Arbeit mit Text und Szene.
Begegnungen mit Xenakis in Darmstadt und Lachenmann in Stuttgart prägten ihr Denken.
Seit 1993 freischaffend, pendelte sie immer häufiger zwischen der französischen Provence, Strasbourg und Deutschland, gründete die deutsch-französische Compagnie de quatre (1994), die sich Projekten zwischen Musik, Bildender Kunst (Daniel Depoutot) und Szene (Helfrid Foron) widmete.

2001 realisierte Annette Schlünz einen Auftrag des Europäischen Musikmonats Basel das – das – das andere ufer, Musik zum Übersetzen auf den Rheinfähren in Basel (Text: Ulrike Draesner) mit einer Installation von Thierry Aué, mit dem sie seit 1999 bei verschiedenen Klang- und Videoinstallationen zusammenarbeitet (Rom, Heidelberg, Strasbourg, Sofia).
Ihre Tätigkeit als Dozentin für Komposition führte Annette Schlünz 1995 zum Brandenburgischen Kolloquium für Neue Musik,1996 nach Argentinien, Chile, Brasilien und 2001 nach Hanoi / Vietnam (in Zusammenarbeit mit den Goethe-Instituten, die sie auch nach Madrid, Kopenhagen, Chicago, Marseille und Sofia einluden).
1998 erschien in der Edition zeitgenössische Musik des Deutschen Musikrates eine Portrait-CD bei wergo. Ein Großteil der Werke ist bei Boosey & Hawkes · Bote & Bock verlegt.

Das Musiktheater TagNachtTraumstaub entstand als ihre 3. Oper für die Eröffnung des Deutschen Pavillons im Auftrag der EXPO 2000 (Text: Ulrike Schuster, Matthias Roth), doch dir darin für Bassklarinette, Tuba und Orchester im Auftrag der Musica Viva 2002 für das Orchester des Bayerischen Rundfunks unter Sylvain Cambreling.

Sie erhielt verschiedene Preise : 1990 Hanns-Eisler-Preis, 1998 Heidelberger Künstlerinnen-Preis und Stipendien : u.a. 1994 und 2002 für das elektroakustische Studio der Akademie der Künste Berlin, 1999 Deutsche Akademie Villa Massimo Rom, 1999/2000 Schloß Solitude Stuttgart, 2000 Kulturstiftung Rhein-Neckar-Kreis/Dilsberg sowie 2003 internationaler Künstlerinnenhof die HÖGE.
1997 wurde sie für das Nachwuchsforum des Ensemble Modern und 2002 für das internationale Forum des französischen Ensembles Aleph ausgewählt.
Ihre Werke werden in Europa, Asien, Südamerika und den USA aufgeführt. Zu den Ensembles und Solisten zählen u.a.: Les Percussions de Strasbourg, Musicatreize Marseille, Accroche Note, die Ensembles Aleph, Aventure, Phorminx, oh-ton, Triolog, das Heidelberger Festivalensemble, Isolde Siebert, Annette Elster, Franziska Welti, Chris Lincoln, Kai Wessel, Carin Levine, Wolfgang Stryi, Michael Vogt, Frank Abbinanti, Stefan Eblenkamp....

Dokumentation
Mitten am Rand - Zweite Komponistinnentage für Neue Musik

Veranstaltungen
24.05.2003
Mitten am Rand - Zweite Komponistinnentage für Neue Musik
01.01.2003
Resident artists 2003